Klar, der Euro ist europäisch. Dennoch sollte die Bundesbank den Druck der deutschen Geldscheine nicht ins Ausland verlagern, wie es derzeit geschehen soll. Nun ist es sicher gut, wenn man auf die Preisgestaltung von Lieferanten mit gefühltem Gewohnheitsrecht, so sehe ich das bei der Bundesdruckerei und Münchner Druckerei Giesecke & Devrient, einen gewissen Druck ausübt. Schließlich geht es ja auch wieder um unsere Steuergelder. Doch die Vergabe im doppelten Sinn Millionen schwerer Aufträge an Unternehmen, die in Deutschland nicht zum Füllen des Steuertöpfchens beitragen, ist kontraproduktiv.
So ungeschickt wie erfolglos die rhetorischen Schlängellinien um die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen herum waren, so schnell kehrte man anschließend zu einem kleinen Stück Wahrheit zurück. Das kleine Stück Wahrheit heißt 80 Milliarden. Gut platziert zwischen Landtagswahl und Fußball-WM hoffte die Ideenschmiede offensichtlich auf ein mediales Nickerchen. Die Vorschläge selbst sind weder neu noch kreativ. Sie tauchten sämtlichst in kleinen bunten Luftballons verpackt bereits als „Denkspiel“ verschiedenster politischer Wortführer auf. Mir macht dabei Sorge, dass es nicht gelang, eine breite Diskussion in Gang zu setzen.
Noch ein paar Nullen, Enter und fertig ist es – das ausgewachsene Erdbeben an der Börse. Aber was solls – jeder weiß doch, dass das Zocken an der Börse gefährlich ist – sozusagen nur ein Spiel! Als ich die Nachricht von der „kleinen Eingabepanne“ an der New Yorker Börse erfuhr, fühlte ich mich irgendwie an den ersten Apriltag erinnert. Selbst wenn es nun doch kein Eingabefehler war, die Börsensysteme reagieren extrem sensibel und haben extreme Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft. Es sind genau diese Auswirkungen, die uns den Schweiß auf die Stirn treiben und ganz einfache Fragen entstehen lassen:
Ein Vulkan spuckt und Europa liegt lahm. Unsere hochkomplizierte Technik ist kein Garant für die Sicherheit unserer Flugzeuge in der Luft. Der wirtschaftliche Schaden in Folge der Sperrung des Luftraumes wurde allein für Deutschland auf eine Milliarde Euro täglich geschätzt. Solche Ausnahmesituationen machen uns unsere Verletzbarkeit bewusst. Unsere Leistungsfähigkeit – oder besser unsere Schnelligkeit haben wir uns durch extrem komplexe Systeme erkauft. Und diese Systeme sind keineswegs nur technischer Natur. Auch die globale Wirtschaft reagiert empfindlich auf jede Abweichung. In den Vereinigten Staaten von Amerika können ein paar Einfamilienhausbesitzer ihre Raten nicht zahlen.
Vor wenigen Jahren noch faszinierten mich die Ideen des Autors Günter Ogger („Die Abgestellten“) über die Umgestaltung der Angestellten-Welt zu mehr Selbstständigkeit und neuartigen, flexibleren Arbeitsverhältnissen. Die heutigen Prognosen dürften etwas anders ausfallen: Der Demografie-Knick erhöht extrem den Wettbewerb um gute Mitarbeiter. Fast überall bestätigen mitteldeutsche Unternehmer, dass es bereits heute schwer geworden ist, gute Leute zu finden. Dabei beschränkt sich dieser Wettbewerb natürlich nicht auf Regionen. Das Ringen um die Elite-Unis beschert Mitteldeutschland bereits eine blutige Nase. Hiesige Bildungsstätten müssen endlich Kampfgeist und Ideen aufbringen, um künftige Fachkräfte für eine exzellente Ausbildung langfristig zu gewinnen.
Oft fehlt am Arbeitsplatz die Zeit, um entspannt zu essen und den Körper mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen. Dann können Wachmacher wie Kaffee oder Energydrinks und Snacks wie Schokolade, Kuchen oder Kekse kurzzeitig über ein Leistungstief hinweghelfen. Doch nachhaltig sind diese Schnellversorger nicht. Auch deshalb sollten Berufstätige auf eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz achten.
„Mann mit großer Integrationsfähigkeit"
Berlin. Am 1. Juli wählte der Vorstand des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Ewald Woste in Berlin zum neuen ehrenamtlichen Präsidenten. Woste ist seit 2007 Vorstandsvorsitzender der Stadtwerkeholding Thüga. Die Aufsichtsratsvorsitzende des Thüga Holding Konzerns, Dr. Petra Roth, begrüßte die Wahl. „Ich kenne Herrn Woste als einen Mann mit großer Integrationsfähigkeit. Er ist der Richtige,