Kommentar von Torsten Spranger, Leitender Geschäftsführer der IHK-Regionalkammer Zwickau
Wohl kaum eine Idee hat seit über 105 Jahren das Leben der Menschen so nachhaltig beeinflusst wie die Entwicklung des Automobils. Bereits 1904 hat August Horch als genialer Techniker und ideenreicher Konstrukteur den Weg Zwickaus zur Automobilstadt bereitet. Horch, Wanderer, DKW, die renommierten Audifahrzeuge, die legendären Silberpfeile der Auto Union, die Rennpappe Trabant bis hin zu den Volkswagen-Modellen, die seit 1990 in Zwickau produziert werden, haben die Region geprägt.
Die Wirtschaftsregion Sachsen hat auf dem Gebiet der Automobilindustrie eine ausgeprägte Standortkompetenz. Neben den Herstellern Volkswagen Sachsen GmbH mit den Standorten in Zwickau, Chemnitz und Dresden, der BMW AG und der Porsche AG in Leipzig sowie der Sportwagenhersteller MELKUS gibt es eine starke Zulieferindustrie mit Angeboten von A wie Abgasanlagen bis Z wie Zylinderdichtungen.Ob Reifen oder Getriebe, Einspritzpumpen oder Katalysatoren, Bremsen oder Kupplungsscheiben, Installationsmaterial oder Autoelektrik, Gesenkschmiede- oder Gussteile, Gummi oder Kunststoff – es gibt kaum ein Vormaterial oder Zulieferteil, das nicht „Made in Saxony“ auf dem nationalen und internationalen Markt ist.
In Sachsen mit dem automobilen Herz Zwickau sind weltweit führende Hersteller und ein Netz exzellenter Zulieferer, mittelständischer Unternehmen und innovativer Start-ups sowie eine ausgeprägten Infrastruktur für Forschung und Entwicklung.
Gerade die technischen Neuerungen sind eine große Chance für die meist mittelständischen Zulieferer. Die Realisierung von Innovationen erfordert vernetztes Arbeiten über Kernbereiche der Automobilindustrie hinweg und ein Ausbau von Wertschöpfungsketten mit der Einbindung neuer Technologiepartner.
Der Prozess Vernetzung wird unterstützt von der Verbundinitiative AMZ, die auf Initiative der IHK in Zwickau entstanden ist. Sie führt Akteure der Automobilindustrie, relevanter Technologie-Unternehmen aus anderen Branchen sowie von Forschungsinstituten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene zusammen.
Die Automobilindustrie ist von der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise besonders betroffen. Sichere Prognosen über Zeitpunkt und Grad einer wirtschaftlichen Erholung sind kaum möglich.
Eins ist gewiss, es werden Automobile mit innovativem Charakter, mit viel Fahrspaß, klimafreundlich und mit hoher Sicherheit gefragt sein. Das Autoland Sachsen ist für diese Zukunft gerüstet. Die sächsische Kammerorganisation wird dabei weiterhin ein verlässlicher Partner bleiben.
Foto:
Torsten Spranger, Leitender Geschäftsführer der IHK-Regionalkammer
Zwickau. Foto IHK Chemnitz
Oft fehlt am Arbeitsplatz die Zeit, um entspannt zu essen und den Körper mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen. Dann können Wachmacher wie Kaffee oder Energydrinks und Snacks wie Schokolade, Kuchen oder Kekse kurzzeitig über ein Leistungstief hinweghelfen. Doch nachhaltig sind diese Schnellversorger nicht. Auch deshalb sollten Berufstätige auf eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz achten.
„Mann mit großer Integrationsfähigkeit"
Berlin. Am 1. Juli wählte der Vorstand des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Ewald Woste in Berlin zum neuen ehrenamtlichen Präsidenten. Woste ist seit 2007 Vorstandsvorsitzender der Stadtwerkeholding Thüga. Die Aufsichtsratsvorsitzende des Thüga Holding Konzerns, Dr. Petra Roth, begrüßte die Wahl. „Ich kenne Herrn Woste als einen Mann mit großer Integrationsfähigkeit. Er ist der Richtige,