Da entwickelt sich eine ganze Branche fast unauffällig entgegen derzeitigen Trends erfolgreich, dass manch Unternehmer und mancher Interessenverband neidisch schaut: Die chemische Industrie in Mitteldeutschland zeichnet einen hellen Streif an den Hoffnungshorizont. Sieht man genauer hin, so ist diese erfolgreiche Entwicklung keinesfalls zufällig entstanden. Die Unternehmer setzten auf stringentes Innovationsmanagement. Und das betrifft nicht nur die Produkte, sondern auch die inneren unternehmerischen Prozesse. So wurde der Wasserverbrauch gegenüber 1990 um 85 Prozent reduziert. Der zu beseitigende Abfall verringerte sich sogar um 92 Prozent. Damit verbunden war auch eine ganz bewusste Reduzierung der Umweltbelastung. Und während viel zu oft nur über Nachhaltigkeit gesprochen wird, machen es uns die Chemie-Spezialisten vor. Umweltschutz und erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung passen sehr wohl zusammen. Doch es sind noch weitere Faktoren, die betrachtens- und nachahmenswert sind. Die Unternehmen haben es hervorragend verstanden, Netzwerke zu spinnen und aktiv zum gegenseitigen Vorteil zu nutzen. Das Zukunftscluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland dient als gern zitiertes Vorbild in Europa. Die Chemieparks haben unternehmerische Kleinstaaterei überwunden und agieren erheblich flexibler als Konzernstrukturen.
Doch auch etwas anderes ist uns aufgefallen, als wir uns dieser Branche in dieser Ausgabe intensiver widmeten: Die Unternehmer und Manager haben es verstanden, ihre Mitarbeiter bestens mit aktuellem Wissen zu versorgen und sie halten sie motiviert bei der Stange. Dazu gehören auch familienfreundliche Arbeitszeitmodelle.
Dieses vorausschauende Management ist offensichtlich nachhaltiger als der brutale Kampf um Niedrigstlöhne. Es ist schon interessant, dass Unternehmer besonders dann erfolgreich sind, wenn sie ihre Mitarbeiter achten und wertschätzen. Ich persönlich kann keinerlei Verständnis dafür aufbringen, wenn mit fast krimineller Energie Beschäftigten ein lohnenswertes Arbeiten nicht ermöglicht wird und sie noch dazu zum entwürdigenden Gang zur Arbeitsagentur gezwungen werden. Dies ist weder fair noch langfristig tragbar und beschädigt vor allem das Bild des Unternehmers. Dabei ist es gerade oft er, der nicht nur mit Herzblut seine Firma führt und sich für die Belange der Mitarbeiter engagiert, sondern sich darüber hinaus für seine Region – in sozialer oder kultureller Hinsicht oder anderweitig ehrenamtlich einsetzt. Genau diesen Unternehmern, und das ist das Gros der Firmenlenker, widmen wir ab der nächsten Ausgabe eine eigene Rubrik – „Unternehmer im Ehrenamt“.
Auch das Wirtschaftsjournal stellt sich Veränderungen und blickt über den eigenen Tellerrand hinaus. So sind wir das wohl erste periodisch erscheinende Magazin in Deutschland, welches CO2-neutral gedruckt wird. Dank innovativen Partnern und einem bewussten Engagement. Auch damit wollen wir uns in die Reihe unserer mitteldeutschen Unternehmer stellen, die handeln statt zu reden.
Ihr Jörg Sattler
Oft fehlt am Arbeitsplatz die Zeit, um entspannt zu essen und den Körper mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen. Dann können Wachmacher wie Kaffee oder Energydrinks und Snacks wie Schokolade, Kuchen oder Kekse kurzzeitig über ein Leistungstief hinweghelfen. Doch nachhaltig sind diese Schnellversorger nicht. Auch deshalb sollten Berufstätige auf eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz achten.
„Mann mit großer Integrationsfähigkeit"
Berlin. Am 1. Juli wählte der Vorstand des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Ewald Woste in Berlin zum neuen ehrenamtlichen Präsidenten. Woste ist seit 2007 Vorstandsvorsitzender der Stadtwerkeholding Thüga. Die Aufsichtsratsvorsitzende des Thüga Holding Konzerns, Dr. Petra Roth, begrüßte die Wahl. „Ich kenne Herrn Woste als einen Mann mit großer Integrationsfähigkeit. Er ist der Richtige,