Klicken Sie auf "Vorlesen", um diesen Text anzuhören


Sächsischen Unternehmern steht ein dichtes Netz von Kontaktpartnern im Ausland zur Verfügung

Wenn Sachsens Unternehmer ihre Auslandsaktivitäten beginnen oder verstärken wollen, bekommen sie kompetente Unterstützung vor Ort. Im Auftrag der Sächsischen Staatsregierung agieren Kontaktpartner und Beauftragte in vielen Ländern der Welt, darunter in China, Indien, Israel, Japan, Polen, der Russischen Föderation, der Slowakei, der Tschechischen Republik, der Ukraine, Ungarn und Vietnam. Zur Informationsveranstaltung in Dresden hatten sächsische Unternehmer die Gelegenheit, die Kontaktpartner persönlich kennen zu lernen, sich über aktuelle Entwicklungen in den jeweiligen Auslandsmärkten zu informieren und länderspezifische Fragen zu klären.

Oliver Jörk, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS), bat darum, mit gebührender Sensibilität an die internationale Zusammenarbeit heranzugehen. Polens Repräsentantin Anna Sikorska versicherte, dass eine grundsätzlich positive Einstellung vorherrsche, die jedoch manchmal von Geringschätzung wegen einiger Entwicklungsdefizite überschattet werde. Während die Slowakei durch die Euro-Einführung sehr gut mit europäischen Unternehmen planen und kalkulieren kann, halten sich Polen, Tschechien und Ungarn damit noch zurück. Eine GmbH-Gründung sei in der Slowakei innerhalb von zwei Wochen zu realisieren, sagte Kontaktpartnerin Zusana
Palkova. Dennoch wiesen alle Auslandsvertreter darauf hin, dass die Anbahnung von Auslandsgeschäften Zeit brauche. „Es dauert etwa zwei Jahre, bis ein Unternehmen etabliert ist", so Zusana Palkova weiter.
Ausgehend von Unternehmerreisen, Technologieforen und dem Sächsischen Partnerschaftsprogramm entwickelten sich in den letzten Jahren erfolgreiche Kooperationen mit Russland und der Ukraine in den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Energie- und Umwelttechnik, Automobilbau sowie Luft- und Raumfahrt. Insbesondere deutsche Anlagen und Technologien auf dem Energiesektor sind auf den asiatischen Märkten gefragt. Riesige Konjunkturpakete helfen zum Beispiel der chinesischen Wirtschaft, weiter zu wachsen. Hier sieht Andrea Voß vom WFS auch Chancen für sächsische Unternehmen. Noch positiver schätzt sie Kooperationen mit Indien und Vietnam ein, die ein dynamisches Wirtschaftswachstum aufweisen und politisch stabil sind. Obwohl dem Wirtschaftsraum Japan hohe Zugangshürden nachgesagt werden, betreiben einige sächsische Unternehmen erfolgreiche Handelsbeziehungen. „Made in Germany" genieße hohes Vertrauen, erklärte Karin Heidenreich von der WFS. Thomas Richter, Abteilungsleiter Absatzförderung, verwies auf das zentrale Kooperationsgremium – die „Außenwirtschaftsinitiative Sachsen" (AWIS). Mit diesem Gremium, an dem das Sächsische Wirtschaftsministerium, die sächsischen Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und die Vereinigung der sächsischen Wirtschaft beteiligt sind, hat die WFS eine Plattform geschaffen, um eine grundsätzliche und operative Abstimmung über Außenwirtschaftsprogramme und -projekte herbeizuführen. Den sächsischen Unternehmen soll mit den abgestimmten Aktivitäten die Möglichkeit gegeben werden, auch in schwierigen Zeiten die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit zu entwickeln und auszubauen.
Simone Pflug

Foto:
Oliver Jörk, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, im Gespräch mit den Kontaktpartnerinnen aus Tschechien, Polen, Ungarn und der Slowakei (v. li.): Michaela Textorovà, Anna Sikorska, Gitta Kerekgyarto und Zusana Palkovà.     Foto: S. Pflug

  Unternehmen

Fit im Job durch gesunde

Oft fehlt am Arbeitsplatz die Zeit, um entspannt zu essen und den Körper mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen. Dann können Wachmacher wie Kaffee oder Energydrinks und Snacks wie Schokolade, Kuchen oder Kekse kurzzeitig über ein Leistungstief hinweghelfen. Doch nachhaltig sind diese Schnellversorger nicht. Auch deshalb sollten Berufstätige auf eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz achten. Weiterlesen...Geld & Kapital

Die Qual der Wahl bei der Bewertung geringwertiger Wirtschaftsgüter

Die Änderungen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz ermöglichen es, steuerlich ab dem 01.01.2010 geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) wahlweise nach bis zu drei Methoden abzuschreiben. In Betracht kommen: Weiterlesen... Kultur & Freizeit

Unternehmertum hautnah

Chemnitz lädt erstmals zu den „Tagen der Industriekultur" ein

Vom 10.-12. September 2010 finden erstmals in Chemnitz die „Tage der Industriekultur" statt. Drei Tage lang wird an die erste große Blüte der Stadt an der Schwelle zum 20. Jahrhundert erinnert. Gleichzeitig präsentiert Chemnitz seine dynamische industrielle Gegenwart und Zukunft. Weiterlesen...Treffpunkt

IT-Experten im Gespräch

Ausgewählte Branchentreffpunkte

- 29.06.2010, Chemnitz
20 Jahre UNIX-Stammtisch in Sachsen: Open Source in kritischen Geschäftsanwendungen

- 30.06.2010, Hannover
Strategiekomitee Telematics & Automotive World