Fraunhofer Institut und Maschinenbauer setzen Konzept zur Anwendung hocheffektiver Fügetechnologien
Eine Werkzeugmaschine mit neuartigem Fertigungskonzept zur Bearbeitung großer 3-D-Bauteile wurde jetzt am Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik in Dresden in Betrieb genommen. Hergestellt hat sie die Metrom GmbH. Das Chemnitzer Maschinenbauunternehmen widmet sich schon seit vielen Jahren dem Prinzip der Parallelkinematik.
Beim vorgestellten Petapod wird die Hauptspindel mit Werkzeughalter von fünf gelenkigen Streben geführt, so dass Werkstücke ohne Umspannen von verschiedenen Seiten präzise bearbeitet werden können. Die Stäbe in den Maschinen sind in ihrer Länge veränderbar und einzeln ansteuerbar. Für das parallelkinematische Maschinenkonzept erhielt die Metrom GmbH den Innovationspreis 2009 des Landes Sachsen. „Mechatronik ist das tragende Maschinenkonzept", sagt Geschäftsführer Michael Schwaar. Eine Besonderheit des Systems ist die hohe Mobilität. Es kann zum Kunden gebracht und am zu bearbeitenden Werkstück individuell ausgerichtet werden, wenn dieses nicht transportabel ist. Ansatz des Fraunhofer Instituts ist es, die Anwendungspalette dieses Bewegungskonzeptes erstmalig auf moderne Fügeverfahren wie Fräsen, Laserstrahl- und Rührreibschweißen unter den Gesichtspunkten der Dynamik, Präzision und Energieeffizienz auszuweiten. Weiterhin sollen neue Möglichkeiten zur Verkürzung der Prozessketten durch die Kombination von spanenden und fügetechnischen Verfahren erkundet werden. Die Anlage wurde mit maßgeblicher Unterstützung des Freistaates Sachsen und der EU am IWS konzipiert und realisiert.
In der ersten Hälfte dieses Jahres hatte der Freistaat insgesamt zusätzlich 66 Millionen Euro an EFRE-Mitteln in Sachsens Forschungseinrichtungen und Hochschulen investiert, um deren Forschungsinfrastruktur zu stärken. Mit dem Geld wurden vor allem die außeruniversitären Einrichtungen unterstützt. Mit rund 35 Millionen Euro floss der größte Anteil in 11 der 15 sächsischen Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft.
Simone Pflug
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Dr.-Ing. Michael Schwaar, Geschäftsführer der Metrom GmbH und Prof. Eckhard Beyer, Leiter des Fraunhofer IWS, nehmen in Dresden die neue Anlage in Betrieb (v. l.). Foto: S. Pflug
Die Wirtschaftsförderung Sachsen will als Katalysator wirken und Partner für Unternehmen sein
Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH hat ein neues Gesicht. Seit dem 22. Juni 2010 ist Peter Nothnagel, bisheriger Referatsleiter „Energiepolitik“, zuvor Referatsleiter „Wirtschafts- und Technologieförderung“ im Wirtschaftsministerium, neuer Geschäftsführer der WFS. Aufgrund einer Entscheidung des Aufsichtsrates löste er damit Oliver Jörk in diesem Amt ab. Wirtschaftsjournal sprach mit ihm über die neuen Aufgaben, persönliche Intentionen und die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Sachsen.
„Mann mit großer Integrationsfähigkeit"
Berlin. Am 1. Juli wählte der Vorstand des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Ewald Woste in Berlin zum neuen ehrenamtlichen Präsidenten. Woste ist seit 2007 Vorstandsvorsitzender der Stadtwerkeholding Thüga. Die Aufsichtsratsvorsitzende des Thüga Holding Konzerns, Dr. Petra Roth, begrüßte die Wahl. „Ich kenne Herrn Woste als einen Mann mit großer Integrationsfähigkeit. Er ist der Richtige,